| Anreise Cairns
am 29. November 2005 war es soweit, unser Traum wurde wahr. Eine 9 wöchige Reise in das ferne Australien stand bevor. Mit vollgepackten Rucksäcken standen wir am Bahnhof und warteten in der Eiseskälte auf unseren Zug. Als dieser sich in Bewegung setzte, hieß es goodbye Reutlingen für die nächsten 2 Monate. Gebucht hatten wir über www.boomerang-reisen.de ein echter Spezialist für Australien. Der Flug mit Quantas von Frankfurt über Singapur und Darwin nach Cairns verlief vollkommen stressfrei. So erreichten wir unser Traumland keine 24 Stunden später.
Cairns war zu dieser Zeit noch sehr ruhig. Ideal um das Feeling zu genießen und die ersten Eindrücke regelrecht aufzusaugen. Nach mehreren Stunden und Kilometern Erkundungstour, zu Fuß wohlgemerkt, machte sich dann Müdigkeit bemerkbar und es war an der Zeit, es uns im Hotel gemütlich zu machen. Unsere Reise hatten wir bewusst nur grob vorgeplant, um vor Ort flexibler zu sein und nicht wie an der Schnur gezogen durchs Land zu hetzen. Es verleiht ein Gefühl von Freiheit, jeden Tag aufs Neue entscheiden zu können, wie und wohin es weiter geht. Die wohl schönste Art ein Land zu erleben.
Unterwegs : Unsere erste Etappe führte uns nach Townsville. Es war ziemlich spät und dunkel, wir hatten keine Zeit und Lust mehr lange nach einer guten Unterkunft Ausschau zu halten. Quartierten uns kurzer Hand im nächstbesten Motel ein. Dieses wollen wir aber lieber nicht näher erwähnen.
Nur so viel: gleich am nächsten
morgen, sehr - sehr früh, machten wir uns auf die Suche nach etwas
angenehmeren und fanden das gemütliche Backpacker Globetrotter
Wer sich für Aquarien und die Unterwasserwelt interessiert, sollte hier das Great Barrier Reef Wonderland besuchen, mit dem größten
Aquarium-Korallenriff der Welt
In Airlie Beach trafen wir auf mehr
Tourismus, als auf unserer bisherigen Reise. Kein Wunder, es ist ein
Ausgangspunkt für die berühmten Whitsundays. Die gehören
unbedingt zum Pflichtprogramm – und man wird mit atemberaubenden
Landschaften belohnt. Unterwegs hatten wir uns einen Accomodation Guide besorgt, taten uns aber bei der riesigen Auswahl doch etwas schwer. Kurzer Hand folgten wir einem Shuttle Bus vom Bush Village Backpackers und unsere Wahl war eindeutig getroffen.
Für den nächsten Tag buchten wir
sofort einen Ausflug zu den Whitsundays. Eine idyllische Inselgruppe,
bestehend aus 74 Inseln, von denen nur 10 bewohnt sind. Eigentlich
handelt es sich dabei um ein im Meer versunkenes Gebirge, von dem
lediglich die Gipfel sichtbar sind. Herrliche Badestrände an
glasklarem, blauem Wasser und Sand, weiß wie Schnee,
erwarteten uns. Unsere Nase hatte uns auch mit der Auswahl des Anbieters nicht im Stich gelassen. Mit der Whithaven Xpress (www.whitehavenxpress.com.au), ein kleines Boot mit toller Crew und einer überschaubaren Menge Gäste an Bord, ging’s los. Die einstündige Fahrt zur ersten Bucht war schon ein Erlebnis, super Wetter, blaues Meer, einfach geil. Und die ersten Delfine ließen auch nicht sehr lange auf sich warten.
In der nächsten Bucht wurden wir an Land gebracht und konnten, durch den Wald, zu einem Aussichtspunkt gelangen, der den Blick auf den Whitehaven Beach freigab. Auf dem Weg dorthin, begegnete uns eine riesige Echse, die ganz gemütlich unseren Pfad kreuzte.
Weiter ging’s zur nächsten Bucht. Am Strand verwöhnte uns die Crew mit einem leckeren BBQ und die Insel mit ihrem paradiesischen Anblick. Mit der anschließenden Rückfahrt nach Airlie Beach ging ein extrem schöner Ausflug zu Ende.
![]() Yeppoon, Great Keppel Island Als wir Yeppoon - ein Ort in der Nähe Rockhamptons - erreichten, war es schon sehr spät und wir suchten nach einer geeigneten und günstigen Unterkunft. Überall war „no vacancy" zu lesen, oder das Preis – Leistungsverhältnis stimmte nicht. Irgendwann wurden wir doch noch fündig: „Motel Kinka Palms". Von der Umgebung konnten wir in der Dunkelheit nicht viel erkennen, aber es sah sauber aus und der Preis stimmte auch, deshalb buchten wir für eine Nacht. Am nächsten Morgen mußten wir erstmal schauen, wo wir eigentlich sind. Sofort war klar, hier bleiben wir noch ein paar Tage. Der Kinka Beach war direkt gegenüber und die Region hat auch sonst einiges zu bieten. Hier eine kleine Anmerkung :) Man sollte nie, nie, wirklich niemals – auch nicht über Nacht – einen sich in einer Plastikflasche befindlichen Milchkaffee im Auto lassen!!!! Sie könnte explodieren. Glaubt uns – wir haben hier bittere Erfahrungen machen müssen...und keiner kann sich auch nur annähernd vorstellen, wie bzw. wie lange das stinkt – uns war echt zum Heulen, mussten wir uns doch noch einige Wochen mit diesem Auto fortbewegen. OK – sollte es doch passieren, hilft nur noch der Gang in den nächsten Supermarkt, eine riesige Sprühflasche dieser Geruchskiller gekauft und sprühen, sprühen, sprühen... Den Cooberrie Park ( www.360tours.com.au/Cooberrie/index.htm ) darf man auf keinen Fall auslassen. Mitten im Bush, von außen kaum zu erkennen, bietet er die Möglichkeit viele australische Tiere hautnah erleben zu können.
![]() Wir hatten auch die Möglichkeit den Koala Bindi auf dem Arm zu halten. Er klammerte sich an uns fest und genoss es richtig, wenn wir sein kuscheliges Fell streichelten.
Eine Schlange um den Hals zu legen und vieles mehr.
Ein weiteres Highlight war unser Tagesausflug auf die Great Keppel Island
Nach einem kleinen Fußmarsch – zum Teil entlang einer Landebahn, kamen wir an diesen traumhaften, schneeweißen Strand, mit türkisfarbenem Wasser. Fast alleine verbrachten wir hier die meiste Zeit. Wir fühlten uns wie im Paradies.
Da die letzte Fähre um 16.00 ablegte, mussten wir uns leider viel zu früh wieder auf den Weg zur Anlegestelle machen. Diesmal marschierten wir an der Küste entlang.
Bundaberg Nach 3 Nächten Aufenthalt ging die Reise weiter über Gladstone nach Bundaberg. Von hier sei folgendes Erlebnis
kurz berichtet: Du fährst so vor dich hin, siehst im Rückspiegel einen Jeep, der überholen möchte. Du fährst ja gar nicht schnell, aber der „Depp" fährt einfach nicht an dir vorbei...als du endlich bemerkst...LINKSVERKEHR...du selbst bist der „Depp" und fährst auf der falschen Seite. :)
Unser heutiges Ziel war, einen guten Ausgangspunkt für die Fracer Island zu finden. Ab Maryborough folgten wir einem Tourist Drive, der uns nach Hervey Bay führte. In unserem Backpacker Guide entdeckten wir eine Unterkunft, die sehr vielversprechend klang und auch recht günstig war. Wir fuhren direkt hin und konnten sofort einchecken.
Mmmmhhhh, was für ein Leben. Am Abend braute sich dann urplötzlich ein Thunderstorm zusammen und sorgte für einen 4 - stündigen Stromausfall, so verbrachten wir ihn gezwungenermaßen bei romantischem Kerzenlicht.
Da man die Insel nur mit allradangetriebenen Fahrzeugen befahren darf und wir leider keines hatten, entschieden wir uns für einen Tagesausflug mit einem ansässigen Veranstalter. Und genau das können wir auf keinen Fall empfehlen. Warum? Hier ein kleiner Auszug aus unserem Tagebuch: Ein Schandfleck in dieser Geschichte. Mit einem „schnuggeligen" Doppeldeckerbus wurden wir und eine Menge andere Gäste eingesammelt und zur Fähre gekarrt, die uns rüber brachte.
Plötzlich ein japanisches Wrack in Sicht. Vollbremsung, aus Angst es könnte gleich vollends absaufen, schnell anderthalb Fotos gemacht und nix wie weg, bevor der Sog uns mitreißen kann.
Weiter mit Vollgas bis zu einem Sandhaufen. Notfall????? Bus wurde evakuiert, doch - Fehlalarm, alle wieder einsteigen. Vor lauter Hektik hätten wir fast vergessen ein Foto zu machen.
Jetzt ging’s die ganze Strecke am Strand wieder zurück. Das Wrack war immer noch da. Dann große Pause, Mittagessen, hat sogar zum runterschlucken gereicht. Gott sei Dank war der Motor noch warm, so konnten wir gleich wieder richtig losheizen.
Zur Central Station. Kurzer Walkout dann noch schnell zum See bevor er austrocknet und ab zur Fähre, bevor die ohne uns losfährt. -- Auszug Ende --
Dieser Auszug aus unserem Tagebuch soll kein Vorwurf gegen den Veranstalter und schon gar nicht gegen den Fahrer sein. Er hätte seinen Job, in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit, nicht besser machen können. Diese Insel ist so schön, dass man sich einfach viel Zeit nehmen sollte. Wir dienen hier nur als abschreckendes Beispiel, wie so ein Tag mit einem Touribomber aussieht. Jetzt aber noch ein paar Infos:
Neben der schönen Vegetation ist Fracer Island auch noch bekannt für seine Tierwelt. So hat der Dingo hier seinen Ursprung und man kann ihn in freier Wildbahn sehen, wie auch Wildpferde und viele einzigartige Vögel.
Das Schwimmen im pazifischen Ozean,
von dem die Insel umgeben ist, ist wegen Strömungen und Haien
absolut ungeeignet. Dafür erfreuen sich die etwa 80 Seen auf der
Insel größter Beliebtheit. Im Jahr 1935 wurde das japanische Passagierschiff Maheno während eines Unwetters an die Ostküste von Fracer Island gespült. Längst ist es als Schrotthaufen zu einem markanten Punkt der Insel geworden.
Vermutlich durch die Ruhe, die wir die letzten 2 Wochen erlebten, empfanden wir diese Stadt als sehr laut und hektisch. Dann kam noch schlechtes Wetter ins Spiel und die vielen Einbahnstraßen, die uns daran hinderten, unser Motel schnell wieder zu finden. Wir haben uns für den nächsten Besuch vorgenommen, dieser Stadt mehr Zeit zu widmen. Diesmal blieben wir nur eine Nacht.
Auf unserer Fahrt nach Byron Bay kamen wir natürlich auch durch das an der Goldküste bekannte Städtchen Surfers Paradies. Bekannt für seine guten Einkaufsmöglichkeiten und das wilde Nachtleben. Es gilt als die absolute Partystadt. Wir fanden den Ort selbst nicht als besonders ansehnlich. Eine Kette von Wolkenkratzern, die sich direkt am Strand entlang aufbäumen. Nichts für uns.
Also ging’s weiter nach Byron Bay, zur Metropole alternativen Lebensstils. Wolkenkratzer findet man hier keine und der Stadtkern lädt zum Bummeln ein. Hier lohnt es sich, die zum Teil sehr kreativ gestalteten Läden anzusehen. Man trifft auf Lebenskünstler, Surfer Berufshippies und Urlauber - eben eine bunte Mischung der verschiedensten Lebenseinstellungen.
An einem klaren Tag hat man vom Byron Bay Leuchtturm aus - dem östlichsten Punkt des australischen Festlands - einen grandiosen Ausblick über die langgezogenen feinsandigen Traumstrände, die bei Surfern sehr beliebt sind. Grüne Zuckerrohrfelder und das dunkelblaue Meer, in dem sich Haie, Delphine und Riesenschildkröten tummeln. Zur richtigen Jahreszeit kann man auch die vorbeiziehenden Wale beobachten.
War ein Volltreffer. Von hier konnten wir tagsüber an den nahegelegenen Strand zum Sonnenbaden und Relaxen, und abends dann Byron Bay einen Besuch abstatten. Das hat uns so gut gefallen, dass wir es die nächsten 3 Tage so machten.
In Coffs Harbour hatten wir nur einen Tag Aufenthalt. Trauben essend verbrachten wir ihn am Strand und schauten den Surfern zu.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis Port Macqauarie. Auch hier verbrachten wir den ersten Tag am Strand. Wird wohl schon aufgefallen sein, dass wir das sehr gerne machen. Vor allem hier in Australien, denn wo hat man sonst die Möglichkeit einen Strand fast für sich alleine zu haben. Das mussten wir einfach ausnutzen.
Weihnachtliche Häuserdekoration.
Von Port Stephens hatten wir nur durch Zufall gehört – wir hatten zuvor in keinem Reiseführer etwas gefunden. Aber was wir jetzt an Informationen hatten, reichte für den Entschluss, hier überweihnachten zu wollen. Doch leider war es so kurz vor Heiligabend entweder ausgebucht, oder extrem teuer. Also erst mal weiter. Kurz vor Newcastle entdecken wir ein schönes Motel und quartierten uns dort für die nächsten Tage ein. Ideal, das Zimmer war riesig, die Leute sehr nett und Port Stephens nur 50 km entfernt( ist ja keine Entfernung hier).
Newcastle lag viel näher, sozusagen vor der Haustür, aber mit seinen rauchenden Schloten für uns wenig einladend, sodass ein Besuch sich nicht unbedingt aufdrängte. Wir bevorzugten die Ruhe in unserem Motel. Hier wurden wir Zeugen einer bei ca. 40 Grad Hitze stattfindenden Familienweihnachtsfeier - (der Nikolaus hat vielleicht geschwitzt ;-). Und machten unsere Tagesausflüge nach Port Stephens.
Der Küstenort in der Nelson Bay hat neben schönen, weißen Sandstränden auch unglaubliche Sanddünen zu bieten.
Beim entlang schlendern am Strand – natürlich weihnachtlich dekoriert – bekamen wir tatsächlich von einer Nikolausine ein paar Süßigkeiten geschenkt.
Schnell das Auto ausladen, umziehen und ab in die City. Da es schon dämmerte, haben wir uns einfach an der Oper hingesetzt um die Atmosphäre und die Skyline auf uns wirken lassen. Einfach Traumhaft.
Am nächsten Tag besorgten wir uns einen Sydney Pass, mit dem wir 5 Tage uneingeschränkt sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel benutzen konnten. Diesen Pass gibt es beim Tourist Information Center, mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer.
Dann kam Silvester. Einfach unvorstellbar, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Wir hatten das Glück einen gigantisch guten Platz zu haben und konnten so das wahnsinnige Feuerwerk in vollen Zügen genießen. Um 21 Uhr gibt es ein kleineres Feuerwerk extra für Familien mit Kindern. Als wir dies sahen, fragten wir uns, wie das noch getoppt werden kann.
Wir sind uns sicher, jeder der schon einmal hier war, wird uns ohne zu Zögern zustimmen, dass diese Stadt von ihrer Ausstrahlung und ihrem Flair nicht zu überbieten ist. Von den Einkaufs- und Fressmeilen ganz zu schweigen.
Man könnte Monate darin verbringen
Ca. 46 Grad, was gab es da anderes, als an einen schönen Strand, der sich Manly Beach nennt, in den Schatten zu liegen und das Neue Jahr gemütlich zu beginnen. Dann am Abend gebührend Abschied zu feiern.
Mit ungewissem Ziel verließen wir am 02.01.2006 Sydney in Richtung Melbourne. Der Abschied fiel uns sehr schwer.
Am nächsten Tag war zwar kein Regen mehr, aber bewölkt und ziemlich kühl. Deshalb haben wir uns vorgenommen, heute bis Melbourne durchzufahren.
Dort fand man fast immer wirklich gepflegte, funktionstüchtige
Grills, tolle Plätze zum Ausruhen und meist auch einen schönen
Kinderspielplatz.
Genial für Shopping Freaks J
Eine besondere Attraktion ist die alte Tram, die kostenlos um den ganzen Stadtkern fährt.
Als das Wetter am nächsten Tag endlich wieder besser war, nutzten wir die Möglichkeit und machten einen ausgiebigen Spaziergang am Ufer des Yarra Rivers, der sich dafür besonders anbietet.
Unser Weg führte uns zum Royal Botanic Garden, der mit seinen 12 000 Pflanzenarten zu den schönsten weltweit zählt. Dort machten wir ein kleines Picknick und genossen die Sonne, auf die wir schon ein paar Tage verzichten mussten.
Als wir abends in einem großen Supermarkt einkaufen waren, zahlten wir zum erstem Mal, nicht wie gewohnt, bei einer Kassiererin. Wir scannten unsere Artikel selbst und zahlten dann den Automaten. War schon außergewöhnlich.
Melbourne war die Zeit der Kommunikation mit Automaten :)
Von Melbourne ging’s weiter nach Torquay, das Tor zur
State Road 100, oder besser bekannt als „Great Ocean Road. Ca.
320km lang folgt sie den Steilklippen an der Südküste Australiens im
Bundesstaat Victoria.
Das Motel an sich lohnt wirklich nicht näher erwähnt zu werden.
Es war sehr teuer, schmutzig und unfreundlich noch dazu (es waren
keine Aussie-Besitzer!)
In den Nächten war es bitter kalt hier oben!!! Am nächsten Tag starteten wir dann einen ausgedehnten Ausflug an die Küste und steuerten verschiede Aussichtspunkte an.
Nie war Fotografieren so schwierig wie hier, Fliegen im Ohr, auf der Nase, den Augen, wir konnten die Kamera kaum stillhalten.
Die beeindruckende Küstenlandschaft tröstete uns über die Plage hinweg. Bei den, von der rauen See grandios geformten Felsen kommt jeder ins Staunen.
Die Twelve Apostles sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen. Sie sollen, nach dem Ayers Rock, die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens sein. Bei Sonnenauf- und -untergang leuchten die Felsen in der Brandung. Sie bilden einen der Höhepunkte an der Great Ocean Road.
Trotz ihres Namens bestand die Formation schon immer nur aus neun Felsen! Und, nachdem am 3. Juli 2005 einer von ihnen (er war ca. 50 m hoch) - aufgrund des natürlichen Erosionsprozesses - in sich zusammenstürzte, sind es nur noch acht Säulen.
Die erste größere Ortschaft am westlichen Ende der Great Ocean Road, war Warrnambool. Schon beim passieren des Ortsschildes spürten wir “ der Ort hat was”. Unser Gefühl sagte, hier müsst ihr bleiben. Klingt merkwürdig, wir hatten von dem Ort noch überhaupt nichts gesehen und fühlten uns schon wohl.
Es gibt kleine Seen, auf denen man mit Booten fahren oder sich auf einer Liegewiese entspannen kann. Die Spielplätze sind traumhaft. Freizeit auf eine sehr angenehme Art zu genießen wird in Australien wirklich groß geschrieben!
Um an den Strand zu liegen oder gar schwimmen zu gehen war es uns zu windig und zu kalt, dafür konnten wir Windsurfern zuschauen, die unermüdlich ihre Bahnen zogen.
Das mit dem schlechten Wetter ging uns langsam auf die Nerven, denn auch der nächste Tag sah nicht vielversprechend aus. Anstatt an den Strand zu gehen, kauften wir uns Fleisch und grillten an einem der zahlreichen öffentlichen Grills im Park.
Sonnenaufgang --> Über eine lange Brücke, zu Fuß oder per Pferdekutschen - Straßenbahn, gelangt man auf die vorgezogene Granit Island, eine unbewohnte Insel, auf der all abendlich eine Pinguinkolonie zu beobachten ist, die hier zu Hause ist.
Da uns am nächsten Tag die
Wolken schon wieder eingeholt hatten, entschlossen wir uns in den
nahe gelegenen Wildlife Park Urimbirra zu gehen. Wir merkten
schnell, dass dies genau die richtige Entscheidung war!
Glenelg liegt direkt am Meer und zeichnet sich durch sein
besonderes Flair aus. Durch seine kilometerlangen Strände ist es ein
sehr beliebter Badeort. Auch sonst ein süßes Örtchen, in dem man es
sich gut gehen lassen kann.
Mit der historischen Tram (seit 1929) gelangt man gemütlich ins
Zentrum von Adelaide. Sie verkehrt regelmäßig zwischen der Victoria
Station und Glenelg. Im Motel konnten wir uns ein Tagesticket für
die Tram kaufen und machten uns gleich auf den Weg. Der Stadtkern von Adelaide ist nicht sehr groß und sehr gut zu Fuß zu erkunden. Zum Shoppen eignet sich am besten die Randle Mall.
Sollte man hier einem kleinen süßen Vogel begegnen, der vor einem
auf dem Boden sitzt, dann ist es besser, man macht einen großen
Bogen um ihn. Als wir uns solch einem Tier näherten, sprang er auf
uns zu und fauchte wie eine Katze. Später entdeckten wir mehrere
Warnschilder, auf denen stand, dass er gerne Angriffe auf Passanten
macht. Sowohl am Boden als auch aus der Luft!
Endlich war das Wetter wieder traumhaft und so konnten wir mal
wieder die Sonne, den Strand und das Meer genießen, was wir
natürlich auch ausgiebig taten. Die Sonnenuntergänge hier waren ein
Traum und wir verpassten keinen.
Zum 2. Mal während unserer gesamten Reise, waren wir an einen festen Termin gebunden. Für den 20. Januar 06 war unser Flug gebucht von Adelaide nach Alice Springs. So hieß es PACKEN...War der Rucksack geschrumpft??? Allen Anstrengungen zum Trotz blieb immer etwas übrig. Die vielen Shoppingtouren wurden sichtbar und wären nicht mehr zu verheimlichen gewesen. Also blieb nur noch die Entscheidung, von was trennen wir uns?
Irgendwann war auch dies geschafft und wir verabschiedeten uns von unserem treuen – immer noch leicht nach einer geplatzten Flasche Milchkaffee riechenden – Auto und fuhren mit dem Taxi direkt zum Flughafen.
Und es war kaum zu glauben, welche Entdeckung wir machten. Schon bei unserer Ankunft vor ca. 8 Wochen in Cairns wurde uns aller Mut genommen, irgendwo in Australien auf Haribo Gummibärchen zu stoßen. Traurig nahmen wir dies damals zur Kenntnis ( die gehören fast zu unserem Hauptnahrungsmittel zu Hause :)) Und in der Tat, es war nichts aufzutreiben. Aber hier in der Einöde, da hing SIE...eine Tüte Haribo. Unbeschreiblich, wie unser Gaumen jubelte.
Am nächsten Tag, früh um 6 Uhr, ging’s los. Insgesamt 1500 km werden wir in den nächsten 3 Tagen zurücklegen. Mit einer angenehm kleinen Gruppe verschiedener Nationalitäten, steuerte unser Guide Leigh (gesprochen: Li) den Geländebus aus der Stadt. Bei einer Kamel Farm machten wir unseren ersten Stop. Wer wollte konnte auf einem Kamel reiten. Wir wollten nicht. :) Tankstelle:
Zur Abenddämmerung erreichten wir dann den Uluru (oder Ayers Rock) und hatten das sagenhafte Glück ihn beim Sonnenuntergang mit einem Regenbogen erleben zu können. Die extremen Farbveränderungen je nach Sonnenstand sind beeindruckend. Die Fotoapparate liefen auf Hochtouren. Der erste Tour Tag ging im Camp mit einem üppigen BBQ zu Ende.
Morgens um halb 4 wurden wir geweckt, um auch einen Sonnenaufgang zu beobachten. Und es war kaum zu glauben, auch jetzt präsentierte er sich mit einem leuchtenden Regenbogen. Besser hätte unser Besuch hier nicht ablaufen können. Auf der anschließenden Wanderung rund um den Felsen, konnten wir die zahlreichen Malereien der Ureinwohner bestaunen.
Die nächsten paar Stunden verbrachten wir mit der Fahrt in Richtung Kings Canyon, oder genauer gesagt, zum Camp. Unterwegs kreuzte eine Herde Wildpferde und Kamele unseren Weg, eine Überflutung der Straße mussten wir auch noch hinter uns bringen.
Endlich angekommen, kochten und backten wir am offenen Lagerfeuer typisches Outback Essen.
Besucher im Camp:
Die Besteigung des Canyons war erst für den nächsten Tag geplant.
Da ging’s dann auch wieder sehr früh los, um der Hitze beim
anstrengenden Aufstieg aus dem Weg zu gehen.
Die Mühe lohnt sich aber, tolle Felsformationen, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten machten diesen Tag zu einem Erlebnis
Dann machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Alice Springs, wo wir uns alle nach ausgiebigem Duschen zu einer tollen Abschiedsparty trafen.
Die neunte und letzte Woche unserer Reise beginnt.
Perth die westlichste Stadt Australiens und die abgeschiedenste
Großstadt der Erde. Die nächste größere Stadt liegt 2.845 km
entfernt. Für unseren Ankunftstag hatten wir ein Zimmer im Goodearth Hotel gebucht. Der Fahrer des Flughafenshuttles hatte leichte Probleme mit seinem Anhänger fertig zu werden und rangierte den Bus beim Wenden so gekonnt, dass es weder vorwärts noch rückwärts weiterging. Nur mit vereinten Kräften der Passagiere war es möglich, den Bus aus dieser Misere zu befreien. In Deutschland hätten sich wahrscheinlich die meisten aufgeregt, hier hatten alle Spaß dran. Den restlichen Tag verbrachten wir in der Innenstadt, das tat gut nach 4 Tagen Outback.
Bei strhlendem Sonnenschein machten wir uns dann, am nächsten Tag, zu Fuß auf den Weg zu den Delfinen und hatten Glück, sie waren schon da, als wir den Strand erreichten.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Perth. Langsam wurde uns immer bewusster, dass das Ende unserer traumhaften Reise bevorstand. Nur noch 2 Tage, dann ist es soweit, Abschied nehmen von einem Land, das uns nie wieder loslassen wird.
Nach 9 Wochen, mehreren tausend Kilometern, traumhaften Landschaften und abenteuerlichen Erlebnissen, steht für uns eines fest: Australien, wir werden wieder kommen!!!
ENDE
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